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Meet and Code fördert digitales Lernen in Europa

Erfolgreiches virtuelles Kurs-Programm mit 1.324 digitalen Workshops. In 2020 gibt es zum ersten Mal mehr weibliche als männliche Teilnehmer.

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08.12.2020

8. Dezember 2020: Meet and Code hat offiziell die Marke von mehr als 50 Prozent weiblichen Teilnehmenden an den diesjährigen Workshops übertroffen. Europas größtes Bildungsprogramm für digitale Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen setzt damit ein Zeichen für die Förderung der Geschlechtervielfalt im Technologiesektor.

Meet and Code, gestartet in 2017 und dieses Jahr in vierter Ausgabe, weckt das Interesse von Kindern und jungen Menschen im Alter von 8 bis 24 Jahren an digitalen Fähigkeiten. Die unterhaltsamen und interaktiven Workshops sollen den jungen Teilnehmern helfen, sich auf die digitale Wirtschaft von morgen vorzubereiten.

Aus Gesundheitsgründen haben die Organisatoren in diesem Jahr beschlossen, alle Workshops und Veranstaltungen virtuell durchzuführen. Ab Juni konnten sich Non-Profit-Organisationen anmelden und im September wurde der offizielle Startschuss gegeben. Infolgedessen hatten die Non-Profit-Organisationen genau acht Wochen Zeit, um ihre Veranstaltungen in enger Anlehnung an die EU Code Week durchzuführen. Es wurde mit einem Rückgang der Anträge gerechnet, doch beantragten schließlich mehr als 1.700 Organisationen eine Finanzierung. Inmitten der Corona-Pandemie ermöglichte Meet and Code 2020 insgesamt 1.324 Online-Veranstaltungen in 35 europäischen Ländern, an denen mehr als 39.500 Lernende teilnahmen - davon mehr als die Hälfte Mädchen und junge Frauen.

Die hohe Teilnahmequote von Mädchen und jungen Frauen ist für Alexandra van der Ploeg, Leiterin des Bereichs Corporate Social Responsibility bei SAP, ein Meilenstein und sie fügt hinzu: "Die Beseitigung der Geschlechterdiskriminierung ist für eine gesunde Gesellschaft und eine florierende Wirtschaft unerlässlich". Weiterhin betont sie, dass zukunftsorientierte Unternehmen von heute Vielfalt und Gleichstellung am Arbeitsplatz kontinuierlich angehen und verbessern müssen. "Es ist erwiesen, dass eine größere Vielfalt gleichbedeutend mit höherer Produktivität und höherem Gewinn ist. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass wir Frauen mit den erforderlichen Fähigkeiten finden und junge Frauen für den Sektor gewinnen können. Dank der Unterstützung unserer Partner und zur Unterstützung des Ziels der nachhaltigen Entwicklung (SDG) Nr. 5 schafft Meet and Code solide Grundlagen für die Gleichstellung im IT-Bereich.“

In Deutschland konnte Meet and Code über 3.700 Kinder in 247 Events erreichen. Seit Juli 2020 ist Microsoft Deutschland lokaler Partner der Initiative, die gemeinsam von SAP, Haus des Stiftens und TechSoup Europe entwickelt wurde. Sowohl in Deutschland als auch über die gesamte Initiative hinweg wirkte sich die Teilnahme an den Meet and Code-Veranstaltungen positiv auf das Selbstbewusstsein und das Interesse aller Teilnehmenden für IT aus. So können sich die Kinder und Jugendlichen nach Meet and Code 2020 besser vorstellen, später ein Fach in Verbindung mit IT zu studieren oder im IT-Sektor zu arbeiten. Die Teilnehmer zeigten ein großes Interesse, im nächsten Jahr wieder an einer Veranstaltung teilzunehmen und allgemein mehr über das Programmieren zu lernen.

Probieren geht über Studieren – das zeigen die Zahlen
In diesem Jahr nahmen 679 gemeinnützige Organisationen an Meet and Code teil, die eine Förderung von bis zu 500 Euro pro kostenlosem Coding-Event erhielten. Hinter den Fördermaßnahmen stand das TechSoup-Netzwerk aus 27 angeschlossenen Länderorganisationen. „Der Übergang zum virtuellen Lernen war für uns alle eine große Herausforderung.", erklärt Wojciech Rustecki, Senior Director Europe bei TechSoup,. „Aber Zusammenarbeit und Kooperation machten das alles möglich. Das Netzwerk arbeitete unglaublich hart und stellte den Partnerorganisationen Schulungen und Toolkits zur Verfügung, um den Übergang zum virtuellen Lernen zu erleichtern. Das an sich war schon ein Erfolg!"
Weitere Programm-Höhepunkte von Meet and Code 2020:

  • 87% der Teilnehmer meinten, dass die völlig neuen virtuellen Veranstaltungen eine gute Erfahrung waren und dass ihre Erwartungen übertroffen wurden.
  • Vor den Meet and Code-Events bewerteten 30% der Teilnehmer ihre Programmierkenntnisse als hoch. Diese Zahl verdoppelte sich auf 60% nach den Veranstaltungen. Acht von zehn Lernenden gaben an, dass sie mehr über Programmieren lernen und im nächsten Jahr wieder teilnehmen möchten.
  • 66% der Organisationen gaben an, dass sie ohne die Finanzierung von Meet and Code nicht in der Lage gewesen wären, die Veranstaltung anzubieten.
     
„Während der deutschen Ratspräsidentschaft haben wir die Chance genutzt, die europäische Digitalpolitik noch stärker mitzugestalten und unsere Prioritäten zu definieren. Digital Empowerment steht im Mittelpunkt meines Interesses an der Gestaltung einer modernen europäischen digitalen Gesellschaft. Und dafür steht Meet and Code. Gemeinsam haben wir dazu beigetragen, die Reichweite des Projekts zu erweitern. Ich freue mich, dass wir Teil der Initiative sein und gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten konnten: dass kein junger Mensch digital zurückbleibt", fügte Dr. Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), hinzu.
Neben den virtuellen Events wurde in Deutschland, Irland, Frankreich und Bulgarien das erste Corporate-Volunteering-Programm angeboten. Lokale Organisationen konnten fachliche Unterstützung und Expertise von SAP-Mitarbeitern für Veranstaltungen und Workshops beantragen.

Gabriele Hartmann, Leiterin der CSR-Abteilung von SAP MEE und Vorstandsmitglied von Meet and Code, betont: „In diesen schwierigen Zeiten und trotz der gegenwärtigen Herausforderungen stimmt es mich positiv, dass Engagement und neue Programme positive Auswirkungen auf unsere Gesellschaften haben. Hier kann digitale Kompetenz auf kreative Weise bestmöglich gesteigert werden".

Jedes Jahr werden bei den Meet and Code Awards die kreativsten Ideen ausgezeichnet, mit denen gemeinnützige Organisationen junge Menschen für das Thema Programmieren begeistern. Die Gewinner jeder Kategorie erhalten 2.000 Euro Preisgeld. Die Kategorien sind: „Girls do IT!“, „Community“, „Diversity“, „Code for the Planet“ und neu in 2020, „Code for Europe“. Eng verbunden mit dem Ziel 17 für nachhaltige Entwicklung „Partnerschaften für die Ziele“ geht es bei „Code for Europe“ darum, eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Organisationen zu initiieren und Kindern mit unterschiedlichem Hintergrund und an verschiedenen Orten durch Meet and Code-Veranstaltungen zusammen zu bringen.

„Über unseren Erfolg im Jahr 2020 hinaus möchten wir allen Bewerbern für den Award zu ihren kreativen Beiträgen gratulieren", sagt Clemens Frede, Leiter Programmentwicklung in der Haus des Stiftens gGmbH. „Jedes Jahr sind wir überwältigt von der Qualität und der Vielfältigkeit der Projekte sowie von der Leidenschaft der einzelnen Teams, soziale Probleme zu lösen und durch Innovation Veränderungen anzustoßen. Schließlich sind junge Menschen nicht nur die Zukunft, sondern die „Changemaker“ von morgen. Wir können es kaum erwarten zu sehen, was die nächsten Awards bringen werden!“

Um mehr über Meet and Code zu erfahren, besuchen Sie www.meet-and-code.org oder folgen Sie uns auf Twitter, Facebook und Instagram.